Pressemitteilung der CDU Düsseldorf zu den Demonstrationen am Montag

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Pressemitteilung der CDU Düsseldorf zu den Demonstrationen am Montag

08.12.2014

Die CDU in Düsseldorf begrüßt die Initiative jedes Einzelnen, sich für Toleranz und gegen Extremismus zu engagieren. Bei der Gegendemonstration „NoDüGiDa“ werden am Montag voraussichtlich auch Mitglieder der CDU mitdemonstrieren. Wir appellieren an alle Demonstranten am Montag, dass die Ankündigungen eingehalten werden, friedlich für Positionen innerhalb des Verfassungsrahmens zu werben. 

Zu einer Demokratie gehört, dass es einen inhaltlichen Diskurs über gesellschaftliche Fragen gibt. Ein solcher Diskurs verlangt aber eine klare Abgrenzung von Extremismus, ein Eintreten für Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und Menschenrechte sowie Gewaltfreiheit.

Wir beobachten mir Sorge, dass auch einzelne Extremisten für die Demonstrationen werben. Sollte sich herausstellen, dass bei den Demonstrationen Radikale das Ruder übernehmen und für Ziele außerhalb des Verfassungsrahmens werben, ist dies scharf zu verurteilen. Für die CDU hat Extremismus in Düsseldorf keinen Platz.

Gleichzeitig  müssen wir die Sorge von immer mehr Menschen vor radikalen Tendenzen des Islam ernst nehmen. Eine jüngste Erhebung von Infratest Dimap hat ergeben, dass 42% der Deutschen große Sorgen davor haben, dass sich der Islam in der deutschen Gesellschaft zu sehr ausbreitet (https://presse.wdr.de/plounge/tv/das_erste/2014/11/201421124_hart_aber_fair.html). Konkret gibt es auch in Düsseldorf die Sorge vor extremistischen Ausprägungen des Islam, die durch einzelne radikalisierte Personen geschürt wird.

Daher ist es mit einer Gegendemonstration nicht getan; die Auseinandersetzung mit den Ängsten und Sorgen der Menschen darf nicht Kräften am Rande der Gesellschaft überlassen werden. 

Die CDU in Düsseldorf wird daher im Frühjahr zu einem Dialog einladen. Wir werden mit Meinungsführern und Multiplikatoren der Muslime auf einer breiten Plattform in ein intensives Gespräch kommen; dazu werden wir auch die Kirchen und weitere gesellschaftliche Kräfte unserer Stadt einladen. Wir sehen hier eine wesentliche Aufgabe für uns selbst, wie aber auch eine Erwartungshaltung an die organisierten Muslime in dieser Stadt: Mehr Dialog, mehr Begegnungen und mehr Transparenz.

Wir können Demonstrationen wie der am Montag stattfindenden nur dauerhaft den Wind aus den Segeln nehmen, indem wir den Dialog stärken und die Menschen in unserer Stadt zusammenführen. Es geht darum, die demokratischen Kräfte konfessionsübergreifend zu verbünden und damit deutlich zu machen, dass Extremisten und Fundamentalisten eine Minderheit sind, die wir gemeinsam nicht tolerieren.